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9. Strategiekonferenz in Magdeburg

Ökonomie und Krieg -"It's the economy, stupid!"
Magdeburg, Roncalli-Haus, 10. und 11. Februar 2012

Dokumentation

Fotos der 9.Strategiekonferenz


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Programm

Freitag, 10. Februar 2012

20 Uhr: Die Ökonomie als Kriegsmotor -Perspektiven zu ihrer Befriedung
Vortrag: Werner Rätz (attac)
(Text als PDF)
Audiofile

Samstag, 11. Februar 2012

8.30 Uhr: Meditative Einführung in den Tag
Joachim Garstecki (Magdeburg, Adam-von-Trott-Stiftung)

9.00 Uhr: Begrüßung, Organisatorisches
Grußwort: Wolfgang Geffe (Friedensbeauftragter der EKM)
(Text als PDF)

Einführung
Prof. Dr. Andreas Buro (Komitee für Grundrechte und Demokratie)
(Text als PDF)

9.30– 12.30 Uhr: Workshops zu alternativen Konzepten

1) Diskussion über historische und aktuelle Kriegsfaktoren
Reiner Braun (IALANA, INES)
(Hier die Präsentation)

2) Das Kriegspotential der Finanzwirtschaft und friedensfähige Alternativen Jutta Sundermann (attac)
(Hier die Präsentation)

3) Die Rüstungsindustrie und ihr Einfluss auf die deutsche und europäische Politik Malte Lühmann (IMI-Beirat - Informationsstelle Militarisierung)
(Hier die Präsentation)

4) Alternative Ökonomien Harald Bender (Akademie Solidarische Ökonomie) und Bruno Kern (Initiative Ökosozialismus) 12.30 Uhr Mittagspause 13.30 -

16.00 Uhr: Workshops zu Handlungsoptionen

5) Rüstungsexporte: Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel"
Jürgen Grässlin (DFG-VK)

6) Rüstungskonversion: Erfahrungen und Widersprüche
Andrea Kolling (Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung)

7) Kriegsökonomie: KonsumentInnen-Aktionen
Shir Hever (Alternative Information Centre, AIC, Israel/Palästina)
(Hier die Präsentation)

8) Rüstungssteuer verweigern: das Netzwerk Friedenssteuer Gertie Brammer (Netzwerk Friedenssteuer)

16.00 Uhr Kaffeepause

16.15 Uhr: Markt der Möglichkeiten mit Präsentationen aus den Workshops

16.45 Uhr: Podium und Plenardiskussion - Marksteine für eine befriedete Ökonomie
mit Harald Bender, Jürgen Grässlin, Andrea Kolling, Jutta Sundermann, Moderation: Reiner Braun
Audiofile

17.30 Uhr Schlussworte
Renate Wanie (Kooperation für den Frieden), Audiofile

Einführung: Ökonomie und Krieg - It's the economy, stupid!*

Bei der Behandlung von Krankheiten strebt die Medizin danach, die Ursache des Problems anzugehen. Nur wenn die Ursachen nicht ausreichend bekannt sind oder die Möglichkeiten der Bekämpfung unzureichend sind, greift sie zu Strategien, die auf symptomatische Besserung abzielen - ohne die tieferen Gründe zu beheben. Oft muss von einem Geschehen ausgegangen werden, bei dem mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Die Therapie muss sich dann mit einem Bündel von Ursachen beschäftigen.

Nicht zu bestreiten ist, dass ein wesentlicher Faktor für Kriege, die „Geißel der Menschheit“ (UN-Charta von 1948), die Millionen von Todesopfern fordert, in ökonomischen Interessen zu finden ist.

Regierungen sprechen von Menschenrechten und Demokratie und meinen Bereicherung an Rohstoffen, an billigen Arbeitskräften und an profitablen Märkten. Diese werden nicht nur, aber doch wesentlich auf dem Weg der militärischen Gewalt erbeutet. Dabei wird die NATO zur Eskorte von Öl- und Gaskonzernen, aktuell z.B. in Nordafrika. Und die Rüstungsindustrie profitiert davon auf den internationalen Waffenmärkten. Dies ist schon seit Jahrhunderten so, aber im Zeitalter fast unbegrenzter Zerstörungskraft der Waffen, bis hin zur nuklearen Vernichtung der Biosphäre, wird es zur Überlebensfrage, ob es gelingt, die Geißel der Menschheit zu überwinden.

Dazu braucht es kausale Therapie: Ursachenforschung und zielgerichtete Ursachenbehebung. Wie ist das zu erreichen?

Die Friedensbewegung und VertreterInnen alternativer Ökonomiekonzepte müssen sich verstärkt mit den wirtschaftlichen Hintergründen und Bedingungen des Krieges beschäftigen. Unsere Tagung beginnt glücklicherweise nicht am Nullpunkt. Neben der Ursachenanalyse wird die Tagung Alternativen und vielfältige praktische Handlungsansätze zur Diskussion stellen. Sie wird eine Zukunftsvision vorstellbarer machen: statt an ungehemmter Bereicherung Weniger, eine die Natur schonende, solidarische und an den elementaren menschlichen Bedürfnissen Aller orientierte Produktion und Konsumtion. Damit wird Krieg, die kollektiv organisierte und zerstörende Gewalt, zu einem furchterregenden Phänomen aus grauer Vorzeit, ausgestorben wie der Dinosaurier.

* "Es geht um Ökonomie, Dummköpfe!" (Bill Clinton)

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