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Bericht der Sprecher der Kooperation für den Frieden für 2015 - 2016

Das Wirken und Werden der Kooperation für den Frieden ist in dem Zeitraum zwischen den Mitgliederversammlungen 2015 und 2016 von der Mitnahme alter Konflikte um die Bündnisarbeit gekennzeichnet gewesen, die von außen und von innen stoßweise neue Nahrung erhielten.

Die zuvor geltenden Grade des gegenseitigen Vertrauens schienen oftmals verloren und wurden immer wieder hinterfragt. Die Sprecher sahen ihre Aufgabe vornehmlich in der Förderung interner Bedingungen, unter denen jede mit jedem weiterhin friedlich und lösungsorientiert kommunizieren konnte. Dieses Bemühen hat auch der Rat mitgetragen und für die Kooperation neue Wege der eigenen Konfliktbearbeitung eröffnet. Ihre Umsetzung hat nicht in jedem Falle das Gewünschte erreicht, aber noch stehen vom Rat formulierte Ideen von Struktur und Inhalten einer weiteren Vertrauensrückgewinnung aus.

Unter diesen Bedingungen konzentrierte sich die politische Außenwirkung auf die teilweise sehr zeitintensive Umsetzung der Zusammenarbeit mit dem Bundesausschuss Friedensratschlag und zu weiteren Initiativen. Das scheint einerseits gelungen zu sein, wenn auch andererseits die Bedingungen und Grenzen der Bündsnisarbeit ständig reflektiert wurden und selbstverständlich weiterhin reflektiert werden sollten. Auf das Weissbuch der Bundesregierung entwickelte die Kooperation eine wichtige analytische und perspektivformulierende Antwort, mit der sie auch im kommenden Jahr weiter arbeiten wird.

Im Sinne der Erfüllung der konsensualen Grundlagen der Kooperation schlagen die Sprecher der Mitgliederversammlung 2016 vor, die Option der Nachwahl einer Sprecherin für ein Jahr zur Diskussion zu stellen und sofern akzeptabel und eine Kandidatin sich zur Verfügung stellt, eine Nachwahl durchzuführen.

Zu guter Letzt: Der traurige Verlust von für die Friedensbewegung so wichtigen Zuträgern und Mitmachern setzte sich auch dieses Jahr fort: Wir haben um Andreas Buro getrauert und spüren das Vakuum, dass er als Mensch und als Inspirator der Friedensbewegung hinterlassen hat.

 

Januar 2016
Mit Beteiligung der Kooperation besprachen mehr als 50 VertreterInnen der Friedensbewegung Aktionen für 2016. Dazu gehörten die Nato-Sicherheitskonferenz, die Ostermärsche, die Unterschriftensammlung für den Aufruf „Nein zur Bundeswehr in Syrien. Nein zum Krieg. Nicht in unserem Namen“, die Menschenkettenaktion in Ramstein, der NATO Gipfel in Warschau, der Anti-Kriegstag und die Demonstration 8.X.

Januar 2016
Syrien Aufruf an die Bundeskanzlerin mit den Forderungen: Nein zur Beteiligung der BW und für zukunftsweisende zivile Lösungen. Unterstützt von der Kooperation für den Frieden und dem Bundesausschuss Friedensratschlag.

Februar 2016

Abschied von Andreas Buro, Mentor und Vordenker der Friedensbewegung (1928 – 2016).

Februar 2016

13. Strategiekonferenz in Leipzig mit dem Thema: Kalter Krieg in Europa? Herausforderungen an eine gemeinsame Friedenspolitik in Europa - Handlungsoptionen für die Friedensbewegung

Februar 2016

Grußwort für die CND-Demo "Stop Trident" am 27.02.2016 in London

März 2016
Gemeinsamer Ostermarsch-Aufruf 2016 der Kooperation für den Frieden und des Bundesausschusses Friedensratschlag mit den Forderungen

  • Keine Beteiligung der Bundeswehr am sog. Krieg gegen den Terror, wie z.B. in Afghanistan, Syrien, Irak, Libyen, Mali und der Türkei
  • Eine aktive Friedens- und Sicherheitspolitik in Europa unter Einbeziehung Russlands
  • Einhaltung von Grundgesetz, Völker-, Asylrecht und Genfer Flüchtlingskonvention
  • Stopp aller Waffenexporte, keine Waffenlieferungen in die Kriegsregion Nahost, einen Fonds für Rüstungskonversion
  • Keine Zusammenarbeit mit Regierungen, die den „IS“ oder andere Terrormilizen unterstützen


Juli 2016
Die „Kooperation für den Frieden“ fordert einen Paradigmenwechsel – Sicherheitspolitik muss sich der Friedenspolitik unterordnen.

Friedenspolitik muss sich orientieren:

  • am absoluten Primat des Friedens und einer Absage an Krieg
  • an einer Politik der umfassenden Abrüstung, die im eigenen Land beginnt
  • an der Abschaffung aller Atomwaffen
  • an den Grundsätzen der zivilen Konfliktbearbeitung. Zivile Konflikttransformation muss das Leitmotiv der Außenpolitik werden.
  • am Völkerrecht und an internationaler Gerechtigkeit.


Oktober 2016
Beteiligung an der Friedensdemonstration „8.X.“ in Berlin mit zufriedenstellendem Ausgang. Langwierige Aufrufformulierung und um eine Erklärung des Vorbereitungskreises der Demonstration „Krieg schafft auch in Syrien keinen Frieden – Friedensbewegung fordert Waffenstillstand und erneute Verhandlungen“.

November 2016

Teilnahme an Kampagne und Aktionen gegen die Syrienmandatsverlängerung "NEIN zum Bundeswehrmandat - JA zu zivilen Lösungen für Syrien" in den Wahlkreisen und in Berlin.
 
Zur Kooperation selbst:

  • Seit der letzten Mitgliederversammlung gab es vier Treffen des Kooperationsrates im Januar, April, Juni und September mit einem Schnitt von 13,5 anwesenden Vertreter*Innen. Der KoopRat führte im Mai eine Telefonkonferenz durch.
  • Die Septembersitzung wurde zur Bearbeitung der Fragestellung „Erwartungen an die KoFri“ teilweise extern durch Peter Wattler-Kugler moderiert. Dieses Angebot sollte die Kritik an und in der Kooperation aufgreifen, die Basis der Zusammenarbeit erneuern und persönliche Schlagabtäusche verhindern.
  • Die Sprecher haben zu diversen Anlässen und vor den Treffen des Kooperationsrates diese per Mail und Telefon vorbereitet.


 
Die Sprecher Jens-Peter, Pascal und Torsten (07.11.2016)

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Termine der Kooperation für den Frieden

Kooperationsrat

  • 14. Juni in Hannover
  • 20. September in Berlin

Mitgliederversammlung 2017

  • 25. November 2017 in Göttingen

Termine von Mitgliedern

Termine von Mitgliedern bitte an
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schicken.

Aktionskonferenz "Stoppt den Waffenhandel"
03. bis 04. März, Frankfurt
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BSV Jahrestagung "Generationendialog in der Friedensbewegung"
24. bis 26. März, Hannover
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IPPNW Jahrestagung
28. bis 30. April, Berlin
Weitere Infos folgen.

Jahrestagung des Versöhnungsbundes
"Pazifismus vor neuen Herausforderungen"
25. bis 28. Mai, Arendsee
Weitere Infos folgen.

DFG-VK Bundeskongress "125 Jahre DFG-VK"
10. bis 12. November, Berlin
Weitere Infos folgen.

 

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